Neueste Rauschenberger Nachrichten

Hessentag 2018

.

Ferienprogramm 2018

.

Auf den Spuren der Hugenotten und Waldenser

Deutsche Märchenstraße

Bauplätze in Rauschenberg

Bu bauen und wohnen
Bu ferienspiele
Bu Feuerwehr
Bu Jugendfeuerwehr
Bu Carsharing
777Bracht Logo
vergissmeinnichtlogo2

Grußwort des Bürgermeisters

Bürgermeister Michael Emmerich

 

Liebe Internetnutzer, ich heiße Sie herzlich Willkommen auf den Seiten der Stadt Rauschenberg, der Familienstadt mit Herz. Weiter

Nächste Veranstaltungen

  

hierKlickenFerienprogramm2018 

Solarenergie für Bracht geht in die nächste Stufe

Solarenergiedorf BrachtLange Zeit war es vermeintlich ruhig um die Solarenergie in Bracht. Wie in den Rauschenberger Nachrichten schon berichtet, soll in Bracht das bundesweit größte Projekt entstehen, das die Gemeinde durch Sonnenenergie völlig unabhängig von konventionellen Energieträgern macht. Der allerdings aufwendige Aufbau sieht die Speicherung von Sonnenenergie durch Solarkollektoren vor, in denen Wasser erhitzt wird, das in großen Speichern gelagert wird, bis die Wärme in der kalten Jahreszeit verbraucht wird. Das Betriebsgeheimnis liegt dabei in der Größe der Speicher, die selbst bei zweistelligen Minustemperaturen die Wärme mit nur geringen Verlusten halten können. Die Heizwärme für die angeschlossenen Haushalte bleibt ganzjährig gesichert. Die Sonnenenergie wird im Wasser gespeichert, das durch die Kollektoren fließt, im Speicher auf Abruf wartet und im Haushalt die Heizkörper erwärmt.

 

Stand der Dinge

Nach der sehr gut besuchten Bürgerversammlung im Juni 2017 waren die Mitglieder der Arbeitsgruppe aktiv im Ort unterwegs, um Informationen weiterzugeben und Gespräche mit interessierten Mitbürgern zu führen. Fast alle Bürger wurden erreicht und neben einigen Unschlüssigen ließen sich viele von der Zukunftsfähigkeit des Projekts überzeugen. Die erforderliche Teilnehmerzahl konnte im Ort bereits erreicht werden (allein in Bracht über 100 dazu noch knapp 30 in Bracht-Siedlung). Weitere Interessenten können sich aber noch anmelden. Für die Wirtschaftlichkeitsberechnung hat Herr Brandt vom Ingenieurbüro G.U.T. aufgrund der neuen Datengrundlage alles neu berechnet. Herr Schütz, Herr Aillaud und Herr Pfalz (alle aus Bracht) haben diese zur Grundlage einer Projektskizze verwendet, die im Januar 2018 durch Herrn Bürgermeister Emmerich dem Wirtschaftsministerium in Wiesbaden vorgelegt wird. Hier wird dann über die notwendige zusätzliche Förderung entschieden, ohne die das Projekt nicht starten kann. Parallel dazu wird die Skizze auch an die BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) als Vorabanfrage weitergeleitet.

Sonnenkollektoren (vorne) auf dem Dach der Universität Speyer, dahinter Photovoltaikanlage<-Sonnenkollektoren (vorne) auf dem Dach der Universität Speyer, dahinter Photovoltaikanlage

Wissenschaftliche Begleitung

Im Rahmen einer Veranstaltung im November vergangenen Jahres in Kassel, dem Zukunftsforum Energiewende, konnten Verbindungen zur Universität Kassel geknüpft werden, speziell zum Fachgebiet "Solar- und Anlagentechnik" am Fachbereich Maschinenbau. Die zuständigen Fachleute zeigten sich sehr interessiert an dem Brachter Projekt, das auf fast völligem Verzicht von CO2- Emissionen basiert, sie haben für den weiteren Verlauf ihre Unterstützung angeboten. Wir gehen davon aus, pro Jahr über 1500 Tonnen CO2 einzusparen. (Nur zum Vergleich: In der Schweiz wurde bei Zürich eine Versuchsanlage aufgebaut, mit der man unter hohem Energieeinsatz CO2 aus der Luft filtern kann, für 500 € pro Tonne- und dann weiß man erst mal immer noch nicht, wohin damit. Quelle SZ-6.9.2017)  Die Projektskizze wurde von den Ansprechpartnern an der Universität auf Plausibilität geprüft und mit Ergänzungen versehen. Diese Anregungen wurden von der Arbeitsgruppe in die Projektskizze eingearbeitet.

In unserer Anlage wären Steuergelder sinnvoll eingesetzt, da hiermit in großem Umfang Ressourcen geschützt würden. Alle konventionellen Energieträger sind mit erheblichen Nachteilen für Mensch und Umwelt behaftet. Nicht nur, dass sie schlechte Luft, damit Krankheiten und Umweltverschmutzung verursachen oder mit gewaltigen Risiken verbunden sind, auch die Folgekosten werden meist auf die nachfolgenden Generationen abgewälzt. Das Brachter Projekt kann Pilotprojekt für weitere Anlagen dieses Typs sein und sicherlich bundesweit und darüber hinaus Beachtung finden.

Umweltbewusstes Handeln muss aber nicht teuer sein. Auf lange Sicht wird die Brachter Solarenergie preiswerter sein als das Verfeuern von Erdöl oder anderen wertvollen Stoffen. Noch steht die Tür für alle Brachter offen, sich an dem Projekt zu beteiligen.

An dieser Stelle werden wir auch in Zukunft über den weiteren Fortgang berichten.

Machen Sie mit!

Informationen unter  http://www.nahwaerme-bracht.de

und bei den Mitgliedern der Arbeitsgruppe/ Ortsvorsteher                             

Ralph Vogt