Neuesten Rauschenberger Nachrichten

Bauen mit Lehm 2. Seminar

Bilderbogen-Rauschenberg

Dorfcafe in Bracht

Unsere Chorgemeinschaft braucht Verstärkung

Schatzkiste Rauschenberg

Bu bauen und wohnen
Bu ferienspiele
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Freibad

Veranstaltungskalender

August 2016
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Grußwort des Bürgermeisters

Bürgermeister Michael Emmerich

 

Liebe Internetnutzer, ich heiße Sie herzlich Willkommen auf den Seiten der Stadt Rauschenberg, der Familienstadt mit Herz. Weiter

 

2016

 

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Änderung des Zeitraumes

Kanalsanierung „Heideweg“ im Stadtteil Schwabendorf

Auf Grund einer Kanalsanierung in der Straße „Heideweg“ im Stadtteil Schwabendorf wird dieser ab 28.07. bis voraussichtlich 30.09.2016 voll gesperrt. Die Erreichbarkeit der Straße „Sommerseite“ über den “Heideweg“ sowie die Erreichbarkeit des Wirtschaftsweges „Albshäuser Weg“ in Richtung Kläranlage von der Straße Sommerseite“ kommend ist in diesem Zeitraum nicht möglich.

Des Weiteren wird im Zuge dieser Maßnahme der „Gartenweg“ ab Kreuzung Müllersweg/Gartenweg gesperrt. 

 Stand:26.07.2016

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Achtung neue Öffnungszeiten Freibad Rauschenberg

ab 11.08.2016 

Montag bis Freitag von 10 bis 19:30 Uhr

Samstag und Sonntag von 10-19 Uhr 

Stand:10.08.2016

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Wie uns die Redaktion der Hessenschau mitgeteilt hat, wurde der Sendetermin der Serie über den demografischen Wandel um eine Woche verschoben.

Der Beitrag über Rauschenberg wird demnach erst am Dienstag, 23. August 2016 um 19:30 Uhr in der Hessenschau gesendet.

http://hessenschau.de/gesellschaft/wie-koennen-hessens-doerfer-gerettet-werden,land-stadt-100.html

 

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5. Burgwaldmarathon

Während des 5. Burgwaldmarathon am 28.08.2016 kann es zu Behinderungen im gesamten Stadtgebiet und Innenstadtbereich, insbesondere rund um das Freibad, der Siedlungsstraße, Dresdener Straße und Albert-Schweizer-Straße kommen. Wir bitten um Ihr Verständnis.

 

 

 

 

 

Lehmbauseminar in Rauschenberg

Stadtrundgang

Das erste Lehmbauseminar der Stadt Rauschenberg war ein riesen Erfolg. 14 Teilnehmer aus Rauschenberg und der Region hatten das Glück, aus über 70 Anfragen an dem ersten zweitägigen Lehmbauseminar teilzunehmen. Am ersten Tag war die Archetektur und die kunsthistorische Bedeutung verschiedener Rauschenberger Fachwerkbauten im Fokus. Herr Helmut Nau vom Arbeitskreis Aktiv gegen Leerstand konnte viel über die baulich Entwicklung in den verschiedenen Jahrhunderten berichten, Herr Ludwig Pigulla von der Interessengemeinschaft Schloßberg ergänzte die politischen und kulturellen Hintergründe.  Einen ersten Eindruck des kommenden Tages, der seinen Schwerpunkt auf die praktische Arbeit legte, konnten die Teilnehmer des Seminars  bei den vorbereitenden Arbeiten wie die Herstellung von Buchenspließen  gewinnen.

Lehmvorbereitung

Der zweite Tag stand komplett unter der Überschrift „Arbeiten mit Lehm“. Kleingruppen gingen gemeinsam an die Arbeit um Gefache mit Spießen zu verweben, Strohwickel herzustellen oder den Stampflehm vorzubereiten. Naturfüllstoffe wurden mittels Eier, Quark, Leinöl und Mineralwasser hergestellt oder der Lehm mittels Quark und Kalk in einen Oberputz verwandelt. Gegen Ende des offiziellen Teils der Veranstaltung konnten die Teilnehmer noch Einzelne Gefache im Stil des oberhessischen Kratzputzes verschönern.

Arbeiten am Fachwerk

Ziel der Veranstaltung war es, den Menschen Rauschenberg und dessen Fachwerkhäuser näher zu bringen, die Angst vor der Arbeit mit Lehm zu nehmen und Wissen zu transportieren. Im Anschluss der Veranstaltung  wurde noch lange bei Speisen und Getränken geredet und ein reger Informationsaustausch half dem einen oder anderen bei seinem eigenen Projekt. Die Kursgebühr von 90,-€ je Teilnehmer  wurde komplett für den Aufwand  der Veranstaltung verbraucht. So gab es ein T-Shirt für alle, alle Speisen, die von Herrn Markus Semmler frisch aus regionalen Zutaten zubereitet hatte und von allen Teilnehmern hoch gelobt wurden, sowie alle Getränke waren kostenfrei.

Aufgrund der guten Resonanz wird der Kurs am 02.09. und 03.09.2016 wiederholt. Interessierte wenden sich bitte bis zum 22.08.2016 an Frau Ulrike Huth, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, 06425 923912.

 

Gelbe Schleifen

Gelbe Schleifen

Rauschenberg ist auch durch die ehemaligen und aktuellen Garnisonsstädte Marburg, Neustadt, Schwalmstadt und nicht zu Letzt Stadtallendorf geprägt worden. Die Zeiten von NATO Manövern und Soldaten im Burgwald sind schon lange vorbei. Auch die Zahl der Kasernen und dem Wegfall der Wehrpflicht und somit die Anzahl der sichtbaren Soldaten, ist in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen. Deutsche Soldaten werden immer häufiger als Bündnispartner der Nato oder mit UN Mandat in Krisengebiete gesandt und werden so nicht mehr als einzelner Mensch und Nachbar sondern als Masse wahrgenommen. Unsere Soldatinnen und Soldaten, Väter und Mütter, Töchter und Söhne, Schwestern und Brüdern die in Auslandseinsätzen Ihre Gesundheit und Leben aufs Spiel setzen, sollen mit den Gelben Schleifen unsere Solidarität ausgesprochen werden. Es soll ein kleines Zeichen der Bevölkerung  sein, das in der Heimat an diese gedacht wird.

Gelbe Schleifen1

So wurden im Beisein der Vertreter des Stabes der DSK, des Fördervereins Stab DSK e.V. und Vertretern der Stadt feierlich am Marktplatz stellvertretend für die drei Standorte in Rauschenberg die Gelbe Schleife enthüllt. Rauschenberg fädelt sich so nahtlos in eine Kette hessischer Städte und Kommunen ein, die schon früher dieses Zeichen gesetzt haben.

Rauschenberg goes HR

 

Die hessische Bevölkerung wird älter und kleiner, dieser Prozess wird als „demografischer Wandel“ bezeichnet. Das hessische Fernsehen war am Freitag,  05.08.2016 zu Gast in Rauschenberg. Anlass ist eine Reportage über diesen demografischen Wandel und wie die Kommunen damit umgehen. Neben vier weiteren Kommunen, die in der Woche vom 15.08. bis 19.08.2016 in der Hessenschau vorgestellt werden, wurde auch Rauschenberg ausgewählt. Der Sendetermin für diese Reportage ist für 16.08.2016, 19:30Uhr in der Rahmen der Hessenschau geplant. 

Märchenhafte Ferienspiele in Rauschenberg

Sagen und Märchen sind die großen Themen der letzten Jahre in Rauschenberg. Mehrere Sagen- und Märchensammlungen sowie der Märchenwald sind hier nur zwei Beispiele. Nicht zuletzt wurde das Thema bei der 750-Jahrfeier im Umzug aufgegriffen. Auch die Stadtjugendpflege bedient sich des aktuellen Themas bei den diesjährigen Ferienspielen. Rund 85 Kinder, 14 feste Betreuer und ein Stab von Helfern rund um Stadtjugendpfleger Stefan Ulrich fanden sich dieses Jahr wieder oberhalb des Märchenwaldes auf dem Sportplatz ein, um gemeinsam Wanderungen, Bastelarbeiten sowie Spiel und Spaß in einer großen Gemeinschaft zu erleben. Hüttenbau im Wald, die Seilbahn, einen Seilparcours und Fußballspielen gehören schon zu den Klassikern. Zauberstäbe, Steckenpferde oder Schlösser bauen sind hingegen nicht alltäglich. Seine eigene Einkaufstasche bemalen oder ein Gruppenbild entwerfen und gemeinsam auszumalen gehört auch in diese Rubrik. Aber dass Kinder sich hinsetzen und ein Theaterstück inklusive Text üben ist im Zeitalter von Handyspielen und Computer eine so große Ausnahme, dass sie hier Erwähnung finden muss.  „Schade, die Ferienspiele sind immer schon so schnell rum“ ist eines der schönsten Komplimente, die die Kinder ihren Betreuern sagen können und ist der eigentliche Lohn der Arbeit. Aber es kommen ja noch die Herbstferienspiele und bis zum Sommer 2017 sind es ja auch nur noch 365 Tage.

Auf dem Weg durch den Leerstand

 

Der Arbeitskreis „Aktiv gegen Leerstand“ lud die  Landtagsabgeordnete Handan Özgüven auf einen Stadtrundgang durch Rauschenberg ein. Auch Bürgermeister Michael Emmerich, Erster Stadtrat Manfred Günther und Kreistagsabgeordnete Brigitte Klingelhöfer nahmen die Gelegenheit wahr und begleiteten die Initiatoren durch das malerische Rauschenberg.

Vielen Häusern sieht man es von außen nicht an, dass sie schon seit langem ohne Leben sind, bei anderen staunt man, dass dort noch Menschen leben. Die historische Altstadt von Rauschenberg ist, wie so viele andere Städte und Gemeinden des Landkreises auch, vom schleichenden Gift „Leerstand“ bedroht. Dieses wachsende Problem lässt sich oft im Erscheinungsbild der Straßen nicht mehr kaschieren. Die Renovierung und Sanierung dieser Häuser zum baulichen Erhalt und zur Anpassung an aktuelle Wohnbedürfnisse ist für die Eigentümer alleine finanziell nicht möglich. Der Umgang mit dieser Situation ist die große Herausforderung für Bürger und Stadtverwaltung in den kommenden Jahren.

Vor allem die mittelalterliche Kernstadt, ein einmaliges städtebauliches Fachwerkambiente mit Rathaus und Kirche unter dem Schloßberg, leidet zunehmend. Es gibt aktuell mehr als zwei Dutzend leerstehende Fachwerkhäuser und mehr als ein Dutzend weitere davon bedrohte Gebäude. Viele Häuser sind sanierungsbedürftig und könnten aufgrund ihrer räumlichen Nähe eine strukturelle Gefahr für den gesamten Ortskern werden.

Neben alten Bekannten, wie dem demographischen Wandel und der Abwanderung in die größeren Städte, wäre es ein Einfaches, das Kernproblem nur auf die fehlende Rentabilität zu reduzieren. Die Aufgabenstellungen liegen hier wesentlich vielschichtiger. Instandsetzungen in einem sperrigen denkmalgeschützten Umfeld sind kompliziert und teuer. Kaum ein Hausbesitzer kann hier eine ökologisch / ökonomisch sinnvolle Renovierung alleine stemmen.

Planerische und wirtschaftliche Sicherheit ist nur zu erreichen, darin stimmten die Teilnehmer an dem Spaziergang durch die Rauschenberger Altstadt überein, wenn öffentliche Einrichtungen gemeinsam mit den Hausbesitzern frische Nutzungskonzepte entwickeln. Fördergelder müssen freigestellt und allzu enge Vorschriften der Denkmalpflege überdacht werden. Auch das Schaffen von Grünflächen durch Rückbau von Anbauten in einem städtebaulichen Gesamtkonzept darf hierbei nicht unberücksichtigt bleiben. Erste Chancen sieht der AK „Aktiv gegen Leerstand“ in dem Koalitionsvertrag des Landkreises von 2014 und in der Hoffnung, die „Agentur zur Vermittlung leerstehender Häuser im Landkreis“, die zwischenzeitlich auch umfassender als „Zukunftsagentur“ diskutiert wird, hier in Rauschenberg zu integrieren.

Propfe Haus in der Kraftgasse

Rückseitige Ansicht des sog. Propfe-Hauses in der Kraftgasse

 

Der Rauschenberger AK "Aktiv gegen Leerstand" engagiert sich seit einigen Jahren und setzt sich für den Erhalt kulturhistorischer Gebäude ein. Hierbei spielt die Zusammenarbeit mit dem Landesprogramm KIRAS eine wichtige Rolle. In dessen Rahmen werden neue Nutzungskonzepte für vom Verfall bedrohte oder bereits unbewohnte Häuser entwickelt. Insbesondere die Stadtverwaltung Rauschenberg unterstützt die Anstrengungen des Arbeitskreises mit Rat und Tat. Bürger der Stadt haben bereits mehrere Erhaltungsprojekte erfolgreich umgesetzt, einige davon wurden sogar mit dem Denkmalschutzpreis des Landkreises ausgezeichnet.

In Rauschenberg kennen wir die speziellen Problemzonen des demographischen Wandels mit seinen wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Folgen aus eigener Not bereits gut und agieren hier kompetent. Wir haben reichhaltige Erfahrungen in der Kommunikation mit Ämtern und Behörden. Architekten, Handwerksbetriebe sowie fach- und sachkundige Personen arbeiten Hand in Hand, um tragfähige und zielführende Lösungsansätze zu formulieren.

Im Brennpunkt der Kernstadt, mit zunehmenden baulichen Mängeln, entstand der feste Wille, diesen Zustand zu ändern: Erhaltung der historischen Fachwerk-Infrastruktur als wichtigen Standortfaktor, aber keinen musealen Denkmalschutz, sondern: Baudenkmale als inspirierenden Lebensraum zu begreifen.

Rauschenberger Bürger möchten ein Zeichen setzen und dazu beitragen, die immer länger werdende Verfallskette im ländlichen Raum aufzuhalten.

Die gesamte Stadt Rauschenberg ist heute schon Vorreiter bei den Themen Nahwärme und Bioenergie und ist gerade auf dem Sprung in die Elektromobilität auf dem Lande. Als lebenswerte und nachhaltige Zukunftsstadt ist Rauschenberg damit führend im Landkreis und richtungweisend in Hessen.

Am Ende des Stadtrundgangs sicherte Frau Özgüven den Teilnehmern zu, sich im Hessischen Landtag für die Rauschenberger Belange einzusetzen. Nach der parlamentarischen Sommerpause hoffen wir auf eine Antwort aus Wiesbaden.

AK „Aktiv gegen den Leerstand“, Ulli Stein