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Grußwort des Bürgermeisters

Bürgermeister Michael Emmerich

 

Liebe Internetnutzer, ich heiße Sie herzlich Willkommen auf den Seiten der Stadt Rauschenberg, der Familienstadt mit Herz. Weiter

Die Eiche von Zettrichshausen

Eiche von Zettrichhausen

Jeder der von Sindersfeld nach Rauschenberg oder umgekehrt kam, kannte Sie. Sie war der markante Punkt, das Kleinod auf dem beschwerlichen Weg von unten nach oben, an dem man gerne rastete oder den Punkt, an dem die Menschen, die von oben nach unten fuhren, immer freiwillig bremsten. Sie war eine Schönheit, ein kleines Biotop das Insekten, Tieren und Vögeln eine Heimat bot. Jeder der Sie sah, dachte gleich daran, was Sie alles schon gesehen haben muss. Vielleicht stand Sie schon als Rauschenberg vor 750 Jahren gegründet wurde aber sicherlich hatte Sie den Riemenschneider schon erlebt. Weit gefehlt – unsere Eiche war noch nicht so alt. 1895 im Herbst haben sich die Rauschenberger angeschickt, drei Eicheln an just jener Stelle zu säen, an der alle Fuhrwerke langsam sein mussten, egal ob von oben oder unten kommend, nach Rauschenberg fahrend oder Rauschenberg verlassend. Auch jeder Wanderer nutzte gern die Gabelung, um sich auszuruhen. Drei Eicheln übrigens, weil die pfiffigen Rauschenberger wussten, der Sinnspruch fürs Eiche-Säen heißt: "Eine für's Haus, eine frisst die Maus und eine kommt raus!".

Die örtliche Zeitung vom Mittwoch, 27.November 1895 schreibt dazu:

„Rauschenberg, 22.November. Am Mittwochabend wurde ein Mann von hier auf dem Wege von Sindersfeld nach Rauschenberg angegriffen. Da er sich mit seinem Stock kräftig wehrte, nahmen die Buschen alsbald Reißaus, ohne ihm irgendwie einen Schaden zugefügt zu haben. Wie man nun nachträglich erfährt, soll der Überfall einem Dienstknecht des Hofes Zettrichshausen gegolten haben. Eine exemplarische Strafe wäre hier am Platz.“

 

Es ist nicht auszuschließen, dass diese Eiche als Sühneeiche dort gepflanzt wurde.

Aufgrund des hohen Nährstoffgehaltes im Boden und das der Baum alleine stand, konnte er die enorme Dicke von 170 cm erreichen. Wer es nicht glaubt, der Stumpf steht nun vor der Kratz‘schen Scheune und auf ihr thront der Schattenriss des Rauschenberger Schlosses.

Das Kunstwerk ist noch nicht abgeschlossen. Eine Tafel mit wichtigen historischen Ereignissen und eine kleine Beschreibung des Kunstwerkes werden im Frühjahr angebracht werden. Leider ist dieses Kunstwerk vergänglich, die Eiche von innen hohl. Experten rechnen damit, dass in ca. 25 Jahren die Eiche so stark geschädigt ist, dass diese ersetzt werden müsste. Eine Konservierung ist leider nicht möglich, auch ein Dach über das Kunstwerk ist aus Kosten- und ästhetischen Gründen nicht durchführbar. Die Eiche bietet aber dadurch weiterhin Insekten ein Zuhause und ist gleichzeitig ein Zeichen für die Vergänglichkeit. Sollte dann die Eiche nicht mehr sein, soll diese dann durch einen Sandstein ersetzt werden, auf dem dann das Schloss wie seit ewiger Zeit auch in Wirklichkeit thront.

Finanziert wurde das Kunstwerk durch den Kultur und Verschönerungsverein Rauschenberg, der Geschichtswerkstatt / Wir alle in Rauschenberg und der IG Schlossberg / Historischer Arbeitskreis. Die Idee hierzu entstand durch die gute Zusammenarbeit von Herrn Ludwig Pigulla und Jörg Näther. Bei der Umsetzung half Matthias Krause maßgeblich mit. Einen besonderen Dank geht an den Bauhof der Stadt Rauschenberg und dessen Mitarbeitern, die manch Mittagspause für dieses Projekt geopfert haben. Auch alle anderen, die das Projekt unterstützt haben sei hier ein großer Dank ausgesprochen.

Zum Schluss noch ein paar Zahlen. Der Stumpf ist an der breitesten Stelle ca. 170cm Breit, hat einen Umfang von ca. 5 Metern. Die Eiche ist bis zu ihrer Fällung im Jahre 2015 etwa 120 Jahre alt geworden. Der Stumpf wiegt etwa 4 Tonnen.