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Hase und ich. Die Geschichte einer außergewöhnlichen Begegnung
Erzählt wird die Geschichte von Chloe Dalton, einer englischen Politikberaterin, die normalerweise viel international unterwegs ist. Doch während des Lockdowns wird auch sie ausgebremst und muss sich in ihr altes Cottage auf dem Land zurückziehen. Hier stößt sie eines Tages bei einem ihrer ausgedehnten Spaziergänge auf einen jungen Feldhasen, der ganz allein und schutzlos mitten auf einem Feldweg hockt. Die Autorin nimmt nach längerem Zögern das Neugeborene mit zu sich nach Hause. Schnell stellt sie fest, dass es kaum Informationen über die Aufzucht von wilden Feldhasen gibt und dass die Chancen für das Überleben des Hasenbabys sehr gering sind. Da sie nun aber in das Leben des Hasen eingegriffen hat, entscheidet sie, alles zu tun, um dieses Leben zu retten. Und tatsächlich gelingt es ihr, den kleinen Hasen in ihrem Haus und dem geschützten Garten großzuziehen. Dabei lässt sie ihm alle Freiheiten und versucht nicht, ihn zu domestizieren. Im Gegenteil, sie passt sich dem Rhythmus des Tieres an und lernt durch ihre Beobachtungen viel über ihren Mitbewohner. Die überschaubare Literatur über Feldhasen ist dabei nicht immer hilfreich und widerspricht sogar teilweise ihren eigenen Betrachtungen. Letztlich verändert sich der Blick der Autorin nicht nur auf die Feldhasen und andere wild lebende Tiere, sondern überhaupt auf die Natur und die Eingriffe, die der Mensch ihr zufügt.
Man kann sich dem Wesen des Hasenbabys und auch dem des erwachsenen Hasen kaum entziehen. Die liebevollen und doch nüchternen Beschreibungen berühren beim Lesen zutiefst. Versuchen Sie es einmal!
Anette Böhm-Kuczera und das Team der Rauschenberger Stadtbücherei







