Aktuelles
Ergebnispräsentation der Stadt Rauschenberg zur kommunalen Wärmeplanung
Zum Abschluss der kommunalen Wärmeplanung der Stadt Rauschenberg fand am 29. September eine Informationsveranstaltung für Bürgerinnen und Bürger in der Kratz´schen Scheune in Rauschenberg statt. Nach einer Begrüßung durch Bürgermeisterin Alexandra Klusmann stellte Robert Egelkamp (EAM) die Ergebnisse der Wärmeplanung vor. Ein besonderes Augenmerk lag dabei auf dem Zielszenario, welches den Pfad zu einer klimaneutralen Wärmeversorgung der Stadt Rauschenberg bis 2045 beschreibt. Zusammen mit Bürgermeisterin Alexandra Klusmann und dem Klimaschutzmanagement wurden in einer anschließenden Diskussionsrunde die unterschiedlichen Perspektiven und Optionen für eine sinnvolle und wirtschaftliche Beheizung der Gebäude in Rauschenberg besprochen.
Die kommunale Wärmeplanung dient dabei als Planungsgrundlage für eine Umstellung der Wärmeversorgung auf erneuerbare Energien. Für die Erstellung des Wärmeplans hat die Stadt Rauschenberg die EAM EnergiewendePartner GmbH in Verbindung mit der HORIZONTE-Group GmbH beauftragt.
Die kommunale Wärmeplanung basiert auf einer detaillierten Bestands- und Potenzialanalyse des Wärmebedarfs sowie der erneuerbaren Wärmeerzeugung. Derzeit beruht der überwiegende Anteil der Wärmeversorgung der Stadt Rauschenberg auf fossilen Brennstoffen, vor allem in Form von Heizöl.
Dem gegenüber bestehen durch die Nahwärmenetze in der Kernstadt, in Josbach und in Schwabendorf bereits erneuerbare Versorgungsoptionen in den jeweiligen Stadtteilen.
Die Erweiterung der bestehenden sowie der mögliche Bau neuer Wärmenetze sind ein wichtiger Faktor, um eine klimaneutrale Wärmeversorgung bis zum Zieljahr 2045 zu ermöglichen. Als erneuerbare Wärmequellen stehen für die Versorgung der Wärmenetze neben den bereits eingesetzten biogenen Brennstoffen potenziell auch verbrennungsfreie Technologien wie z.B. Solarthermie oder oberflächen-nahe Geothermie zur Verfügung. Für Gebäude, bei denen mittel- und langfristig kein Anschluss an ein Wärmenetz möglich sein wird, muss die Umstellung der Wärmeversorgung individuell erfolgen. Hier wird die Wärmepumpe eine zentrale Rolle spielen. Die Errichtung eines Gas- bzw. Wasserstoffnetzes in Rauschenberg ist in diesem Zusammenhang unwahrscheinlich.
Im Kern der kommunalen Wärmeplanung steht die Untersuchung von Teilgebieten hinsichtlich ihrer optimalen zukünftigen Wärmeversorgung. Dazu erfolgt eine Einteilung von Eignungsgebieten anhand wirtschaftlicher Kriterien auf Grundlage der lokalen Rahmenbedingungen. Die Eignungsgebiete dienen dabei zur Orientierung bei der Gestaltung der Wärmewende in Rauschenberg. Es entstehen daraus weder Rechte noch Verpflichtungen. Für Rauschenberg sind folgende Wärmenetzeignungsgebiete ausgewiesen worden: Kernstadt Rauschenberg, Bracht, Josbach und Schwabendorf.
In einem klimaneutralen Zielszenario wird für die Stadt Rauschenberg bis zum Jahr 2045 eine Versorgung überwiegend basierend auf Nahwärme und Wärmepumpen sowie eine Reduzierung des Wärmebedarfs in Höhe von ca. 37% prognostiziert. Um diese Entwicklung zu unterstützen, werden im Rahmen eines Maßnahmenkatalogs Handlungsoptionen für die Kommune festgelegt, wie zum Beispiel die Erweiterung von Beratungsangeboten oder die energetische Sanierung der kommunalen Liegenschaften.
In den kommenden Monaten ist eine Offenlegung des Ergebnisberichts zur kommunalen Wärmeplanung geplant. Daraufhin erfolgen der Beschluss und die abschließende Veröffentlichung des Wärmeplans durch die Stadt. Rauschenberg erhält damit frühzeitig ein Leitbild für die Umstellung der Wärmeversorgung und kann diese Transformation nun mit konkreten Projekten unterstützen. Ab dem 01.07.2028 greift die Regelung nach dem Gebäudeenergiegesetz, dass in Bestandsgebäuden defekte Heizungen, die nicht repariert werden können, durch neue Heizungen mit mindestens 65 % EE-Anteil ersetzt werden müssen.
Für dieses Vorhaben wurde der Stadt Rauschenberg eine Förderung von bis zu 90% der Kosten im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative bewilligt.
Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert die Bundesregierung seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei.
Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.
Weitere Informationen zur Wärmeplanung finden Sie auf www.klimahandeln-ostkreis.de. Bei Fragen wenden Sie sich gerne an die Klimaschutzmanagerin der Stadt Rauschenberg Frau Juliane Liebelt, Tel.: 06422 / 808-330, Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!







