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Besuch von MdL Sebastian Sack bei der Feuerwehr Rauschenberg
Zukunftsfähigkeit und Herausforderungen: Feuerwehr Rauschenberg im Dialog mit der Politik
Der Besuch von MdL Sebastian Sack bei der Feuerwehr Rauschenberg fand auf Einladung von Michael Stuhlmann, dem Leiter der Feuerwehr Rauschenberg, statt. Die Einladung erfolgte im Rahmen eines vorangegangenen Besuchs beim Innenministerium, bei dem Michael Stuhlmann die Gelegenheit nutzte, Herrn Sack persönlich zu einem Austausch vor Ort einzuladen.
Am 26. September 2025 besuchte der Landtagsabgeordnete Sebastian Sack (MdL) die Feuerwehr Rauschenberg. Er ist ebenfalls feuerwehrpolitischer Sprecher seiner Fraktion. Seitens der Kommune war unsere Bürgermeisterin Alexandra Klusmann, Die Leitung der Feuerwehr Rauschenberg und ein Teil des Wehrführerausschusses vertreten. Im Mittelpunkt des Austauschs standen zentrale Themen zur Zukunft und Leistungsfähigkeit der Freiwilligen Feuerwehr in einer ländlichen Region.
Schwerpunkt des Gesprächs war die Feuerwehrorganisationsverordnung (FwOrgV), die für Feuerwehren in Hessen zahlreiche neue und zum Teil sehr anspruchsvolle Anforderungen mit sich bringt. Besonders in ländlichen Gebieten gestaltet sich die Umsetzung dieser Vorgaben oft schwierig. Die Verantwortlichen berichteten, dass sowohl umfangreiche Dokumentationspflichten als auch die Einhaltung technischer Standards und regelmäßiger Fortbildungen zunehmend personelle und zeitliche Ressourcen beanspruchen.
Hinzu kommen hohe Investitionskosten im Bereich der technischen Ausstattung, die für viele Kommunen eine große Herausforderung darstellen. Auch der Personalbedarf, insbesondere bei speziell ausgebildeten Einsatzkräften, ist ein zentrales Thema – gerade für kleinere Gemeinden.
Ein weiterer wesentlicher Aspekt waren die gestiegenen Ausbildungsvoraussetzungen. Neben Qualifizierungen für spezielle Aufgaben sind insbesondere die verpflichtenden Lehrgänge für Führungspositionen, wie etwa das Amt des Wehrführers, ein erheblicher zeitlicher und organisatorischer Aufwand für die Beteiligten.
Im Rahmen des Besuchs wurden auch aktuelle Bauprojekte und die Situation bestehender Feuerwehrhäuser thematisiert. Während einige Projekte durch ihre anspruchsvolle Planung und Umsetzung hervorstechen, besteht bei anderen Standorten Verbesserungsbedarf, um auch künftig die gesetzlichen Mindeststandards einzuhalten. Geplant sind dazu praxisnahe Vor-Ort-Termine mit der Unfallkasse Hessen und dem technischen Prüfdienst, um gemeinsam Lösungen für die Zukunftsfähigkeit der vorhandenen Einrichtungen zu entwickeln. Sebastian Sack signalisierte Offenheit und Interesse, diese Gespräche zu begleiten.
Die Feuerwehr Rauschenberg appellierte an die Politik, die besonderen Herausforderungen der Feuerwehren – insbesondere in finanzschwachen Kommunen – stärker zu berücksichtigen und gezielt zu unterstützen. Es braucht flexible und praxisnahe Lösungen, um die Umsetzung der Verordnung und notwendige Investitionen schultern zu können.
Weiterhin wurde die Gewinnung von Nachwuchs sowie die Wertschätzung des Ehrenamts als wichtige Themen angesprochen. Nur mit gezielter Förderung und Anerkennung kann die Einsatzbereitschaft langfristig gesichert werden.
Im Anschluss fand noch eine gesellige Runde im Rahmen eines „Meet and Grill“ statt. Wir danken an dieser Stelle der Feuerwehr Ernsthausen für die freundliche Bewirtung.
Fazit: Die Feuerwehr Rauschenberg steht vor vielfältigen Herausforderungen – organisatorisch, personell und finanziell. Der Besuch von MdL Sebastian Sack unterstreicht die Bedeutung einer engen Zusammenarbeit zwischen Politik und Feuerwehr. Die Hoffnung bleibt, dass die Anliegen der Kommunen und der Freiwilligen Feuerwehren in zukünftigen Entscheidungen verstärkt Berücksichtigung finden.
Michael Stuhlmann - Stadtbrandinspektor







