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95.100 Euro Fördergelder, die Rauschenberg noch attraktiver machen.
Im Beisein von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Landkreises und der Stadt Rauschenberg überreichte Landrat Jens Womelsdorf (Mitte) die Bescheide an Bürgermeister Michael Emmerich (links). Foto: Manfred Günther
Zwei Förderbescheide mit einer Höhe von insgesamt 95.100 Euro aus Mitteln der Europäischen Union (EU) und des Landes Hessen hat Landrat Jens Womelsdorf in Rauschenberg übergeben. Doch vor der Übergabe nahm Womelsdorf, der vor seinem Studium der Politikwissenschaft eine Lehre zum Bankkaufmann absolvierte, das ehemalige Sparkassengebäude in der Schlossstraße und insbesondere den Tresorraum gemeinsam mit Bürgermeister Michael Emmerich und Vertreterinnen und Vertretern von Stadt und Kreis unter die Lupe.
Nachdem die Stadt Rauschenberg der Sparkasse Marburg-Biedenkopf das Gebäude neben dem Rathaus abgekauft hat, ist der Umbau der Innenräume zu einem kommunalen, multifunktionalen Ankerpunkt für Daseinsvorsorge geplant: An dem zentralen, barrierefreien Ort sollen künftig vielfältige soziale und kulturelle Dienstleistungen für Bürgerinnen und Bürger aller Generationen gebündelt und weiterentwickelt werden. Diese richten sich an Familien, Kinder und Jugendliche sowie Seniorinnen und Senioren. Die Akteure sind in der Kommune selbst oder im unmittelbaren Umfeld beheimatet und vielfältig vernetzt. Die bisher räumlich getrennten Büros des Familien- und Beratungszentrums sowie der Stadtjugendpflege sollen an einem Standort zusammengeführt werden, um deren enge Zusammenarbeit vor dem Hintergrund des stetig wachsenden Beratungsbedarfs auch räumlich abzubilden.
Gleichzeitig soll das Familien- und Beratungszentrum vielfältige weitere Dienstleistungen und Angebote für Bürgerinnen und Bürger ermöglichen. Zum Beispiel eine Anlaufstelle der Bürgerhilfe, eine Krabbelgruppe und eine Stillberatung. Zusätzlich sollen die Räume externen Beratungen dienen, unter anderem für den Verein für Selbstbestimmung und Betreuung. Mehr als 122.300 Euro kostet das Vorhaben, das mit einem Zuschuss in Höhe von etwa 61.400 Euro gefördert wird.
„Die Stadt Rauschenberg hat sich mit dem Familien- und Beratungszentrum gut für die kommenden Aufgaben aufgestellt“, würdigte der Landrat das besondere Engagement der Stadt im Bereich der sozialen Hilfeleistungen. Und Bürgermeister Emmerich ergänzte, dass bei der Einrichtung vor sechs Jahren nicht vorhersehbar gewesen sei, dass sich der Bedarf so entwickele. „Dies wird auch daran deutlich, dass das Zentrum personell inzwischen mit einer Halbtags- sowie einer GfB-Stelle ausgestattet ist.“
Der zweite Förderbescheid ist für den Bau eines Beachvolleyballfeldes ausgestellt. In zentraler Ortslage befindet sich das derzeit im Neubau befindliche Freibad, das mit der angrenzenden Sporthalle, dem Sportgelände sowie einem Fußball-Kleinfeld bereits ein attraktives Gebiet für Sport-, Freizeit- und Begegnung darstellt. Auf langjährigen Wunsch und nach mehreren Anläufen soll dort nun ein Beachvolleyball-Feld das Ensemble ergänzen und weiterentwickeln. Der ASV Rauschenberg plant – auch in Absprache mit der Stadtjugendpflege - bereits vielfältige Aktionen. Der Platz wird jedoch allen Interessierten offenstehen. Die Kosten für dieses Vorhaben liegen bei rund 67.000 Euro, die Höhe der Förderung beträgt 33.700 Euro.
Ein Großteil des Fördergeldes, nämlich jeweils zu 80 Prozent je Vorhaben, setzt sich aus Mitteln der EU zusammen, der Rest sind Landesgelder. Die Förderung erhält die Stadt dabei als Teil der sogenannten LEADER-Regionen. Die Europäische Union unterstützt mit dem LEADER-Ansatz modellhafte Vorhaben im ländlichen Raum. Die Abkürzung LEADER steht für „Liaison Entre Actions de Développement de l'Économie Rurale“ (Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft). „Hier wird auch deutlich, wie auch Geld aus der Europäischen Union ganz konkret dazu genutzt wird, das Leben im ländlichen Raum attraktiver zu machen“, betonte Landrat Womelsdorf.







