Grußwort des Bürgermeisters

Web BuergermeisterEmmerich

"Liebe Internetnutzer, ich heiße Sie herzlich Willkommen auf den Seiten der Stadt Rauschenberg, der Familienstadt mit Herz." >> weiterlesen

Neues aus dem Rathaus

Verteilung der aktuellen Corona-Fälle auf die Kommunen des Landkreises

Der Landkreis Marburg-Biedenkopf informiert bezüglich der aktuellen Corona-Zahlen auch über die Verteilung der Fälle auf die Kommunen (u.a. Rauschenberg).

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Beantragung von Briefwahlunterlagen für die Kommunalwahl 2021

Aufgrund der Corona Pandemie bitten wir Sie, die Beantragung von Briefwahlunterlagen online oder postalisch vorzunehmen.  Für die postalische Antragstellung nutzen Sie bitte die Wahlbenachrichtigung, die Ihnen bis Mitte Februar zugestellt wird. Die können Sie vollständig ausgefüllt auch in den Briefkasten neben dem Haupteingang des Rathauses einwerfen.

Um unnötige Verzögerungen zu vermeiden, achten Sie bitte darauf, dass der Antrag korrekt ausgefüllt ist. Nach Bearbeitung werden wir Ihnen die Unterlagen umgehend zusenden. Falls Sie Rückfragen haben, können Sie uns gerne unter der Telefonnummer 06425/9239-16 kontaktieren.

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Nutzung Bürgerhäuser und städtische Büchereien

Die städtischen Bürgerhäuser und Büchereien müssen aufgrund der Corona-Beschränkungen weiterhin, zunächst bis zum 14. Februar 2021, geschlossen bleiben.

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Abwesenheit Ortsvorsteher Bracht

Das Büro des Ortsvorstehers in Bracht ist vom 04.01.2021 bis 01.02.2021 nicht besetzt und der Ortsvorsteher, Herr Koch nicht zu erreichen. In dringenden Fällen wenden Sie sich bitte an den stellv. Ortsvorsteher, Herrn Andreas Weichsel, Tel.: 06427 9259254 oder direkt an die Stadtverwaltung Rauschenberg, Tel.: 06425 9239-0.

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Umstellung von den gelben Säcken auf die gelben Tonnen ab 2021

Die Umstellung ist für den Zeitraum vom 01.01.2021 bis zum 28.02.2021 vorgesehen. Bis zum Abschluss der Tonnenverteilung stehen den Bürgern/Bürgerinnen weiterhin die gelben Säcke zur Verfügung. Nach Abschluss der Tonnenverteilung wird es keine zusätzlichen Säcke durch die Stadtverwaltung geben (mehr).

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Abbau Dosencontainer

Im Verlauf der Umstellung von „Gelben Säcken“ auf die „Gelbe Tonne“ werden auch die Dosencontainer nach und nach abgebaut und gänzlich aus dem Stadtbild verschwinden. Die Dosen sollen dann künftig mittels dem Gelben Sack bzw. der Gelben Tonne entsorgt werden (mehr).

 

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Bargeldlose Zahlung im Rathaus

Ab sofort können Bürgerinnen und Bürger bei der Stadtkasse sowie beim Einwohnermeldeamt auch bargeldlos bezahlen. Dazu stehen Kartenterminals zur Verfügung die bei kleineren Beträgen auch einen kontaktlosen Zahlungsvorgang ermöglichen. Unterstützt werden Girocard (ehemals EC-Karte), Mastercard, VISA, Maestro und VPay.

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Datenschutzhinweise im Zusammenhang mit Ihrer papierlosen Beantragung eines Wahl-/Abstimmungsscheins (mehr)

 


 

Veranstaltungskalender

Aufgrund der derzeitigen Situation haben wir den Veranstaltungskalender auf unserer Website vorübergehend deaktiviert.

Sobald die Situation es zulässt, werden wir aktualisierte Veranstaltungsinformationen veröffentlichen.

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Brandschutzerziehung – Wasser marsch!

FF Rauschenberg Brandschutzerziehung in Bracht

Wie jedes Jahr führte die Feuerwehr Rauschenberg auch in diesem Jahr eine Brandschutzerziehung im Kindergarten Bracht durch. Die Brandschutzerziehung wurde an zwei Tagen durchgeführt, wobei der erste Tag in der Kindertagestätte stattfand.

Schon lange haben sich die Kinder auf diese beiden spannenden Tage mit der Feuerwehr gefreut. Den Kindern wurde von Dominik Jünger erklärt, wie sie sich im Fall eines Brandes richtig verhalten sollen. Es wurden verschiedene brennbare Materialien besprochen, die sich in jedem Kinderzimmer und Haushalt befinden können. Anschließend wurden diese Materialien auch in praktischen Versuchen getestet.

Kommt es zu einem Brand, ist eine schnelle und richtige Alarmierung der Feuerwehr sehr wichtig. Diese Alarmierung wurde erläutert und praktisch geübt. Den Kindern wurde gezeigt, wie man sich ruhig am Telefon meldet und die wichtigsten Informationen der Leitstelle übermittelt.
Danach wurde die Ausrüstung der Feuerwehrleute besprochen. Hierbei hatten die Kinder die Möglichkeit, an der Atemluft aus der Atemluftflasche zu schnüffeln.

Der zweite Tag wurde im Feuerwehrhaus in Bracht verbracht. Hierbei wurde Dominik Jünger von den Kameraden Stefan Detsch und Volker Schmidt tatkräftig unterstützt.

Den Kindern wurde gruppenweise gezeigt, wo und wie sich Feuerwehrmänner und -frauen vor einem Einsatz im Umkleidebereich ausrüsten.

Im Anschluss ging es dann in die Fahrzeughalle, zum Feuerwehrauto. Dieses wurde von den Kindern sehr eifrig unter die Lupe genommen und viele Fragen gestellt. Auf dem Feuerwehrübungsplatz konnten die Kinder endlich unter Aufsicht mit der Kübelspritze und viel Wasser spritzen. Jetzt hieß es – Wasser marsch!

Zum Abschluss bedankte sich das Brandschutzerziehungsteam bei den interessierten und begeisterten Kindern für zwei schöne Tage mit der Feuerwehr.

 

H. Muhm, Pressesprecher FF Rauschenberg

Rauschenberg goes eKommunal

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Mit dem Q7 14 Tage unterwegs durch die erste Bioernergiestadt Deutschlands

Erfolgreich war die Zeit mit "unserem" Audi Q7 - und seiner 330 PS Hybrid- Elektro - Dieseltechnologie. Es ist ein unvergleichbares cruisen durch die malerische Landschaft des Burgwaldes in der Mitte Hessens. Hier hatten wir zuerst die Angst, dass die Batterieleistung von 80 Km nicht ausreicht und wir öfters den Dieselmotor bemühen müssen. Weit gefehlt - ob wir zum Freibad fuhren, dass übrigens mit reinem Quellwasser im Durchlauf betrieben wird und somit nur mit wenig Chlor auskommt, der Ortstermin auf einem unseren zahlreichen Premiumwanderwegen wahrgenommen haben oder eines unserer drei Bioenergieanlagen, den Windpark oder unser Wasserkraftwerk kontrollierten, der Q7 kam selten in den Bereich, in dem er mit dem Dieselaggregat betrieben werden musste. Da Rauschenberg 148% Strom durch regenerative Energien erzeugt, sind wir sicher, unser E-Tankstennetz in Zukunft weiter auszubauen und die Elektromobilität weiter voranzutreiben. Während des Regionaltages Burgwald-Erderbergland e.V. in Rauschenberg konnten sich neben der Landrätin des Landkreises Marburg-Biedenkopf Frau Dr. Fründ und dem Landrat des Landkreises Waldeck-Frankenberg Herr Dr.Kubat auch zahlreiche Bürgermeister, Vertreter von Vereinen und Verbänden sowie die Bevölkerung sich ein Bild von unserem Audi Q7 machen. Wir danken dem hessischen Wirtschaftsministerium für die Gelegenheit, dass wir E-Mobilität 14 Tage testen durften und uns bei der Weichenstellung weiterer anstehender Investitionsfrage ein großes Stück weitergeholfen hat.

Waldjugend, Forstamt und die Stadt Rauschenberg

Lindenpflanzung

Manchmal stellt sich schon  die Frage, was von einer so großen Veranstaltung wie dem Regionaltag in Rauschenberg übrig bleibt. Normalerweise nur die Gewissheit, dass er stattgefunden hat. Aber in Rauschenberg bleiben zwei nachhaltige Projekte sichtbar. Zum einen wird uns eine Winterlinde, die zusammen mit Rauschenberger Kindern, Bürgern und HessenForst gepflanzt worden ist, immer an diesen Tag erinnern. Zum anderen ein Insektenhotel, dessen Bewohner ihre Nahrung dann direkt von der Linde beziehen kann. InsektenhotelDas Insektenhotel wurde erst durch das ehrenamtliche Engagement des Agraringenieurs Dr. Reinhold Siede möglich, der schon in der Vorbereitung gemeinsam mit Mitarbeitern des Bauhofes das Projekt planen und vorbereiten konnte. Aber auch die Mitarbeiter von HessenForst hatte so manches zu bieten. So konnte man herausfinden, wieviel Holz durch 12 Liter Luft erzeugt wird oder wie lecker Wildschweinbratwurst aus dem heimischen Burgwald schmeckt. Die Waldjugend unterstütze die Einrichtung des Insektenhotels, indem Sie Kinder und Jugendliche animierte Eichenstämme anzubohren oder lud diese ein, sich am offenen Feuer ein Stockbrot zuzubereiten oder ein Vogelhaus zu bauen. Auch die Gruppe, die für die Stadt das Projekt „Lebendiges Fachwerk Rauschenberg“ mit Rat und Tat unterstützt, zeigte ihre Arbeiten an einem Schaugefach. Helmut Nau unterwies Interessierte im Schieferschneiden, sodass jeder der wollte sich ein Herz aus Schiefer schlagen oder aber sich eines machen lassen konnte. Herr Arnold Ziegler und Markus Semmler hingegen legten in das Schaugefach die Spließe und veranschaulichten so die Arbeit an einem Fachwerkhaus sehr  eindrücklich.

Alkohol am Steuer – auch das ist in Rauschenberg nicht gut

Twike

Obwohl es den einen oder anderen sehr schwer fallen musste, da die Versuchung durch das leckere Oberrosphe Bier, das normalerweise nur einmal im Jahr verkauft wird, doch sehr groß war, musste man doch erst das Twike, den VW Golf von Denzel oder Peugeot aus dem Autohaus Horst ausleihen und die Erfahrung der Elektrofahrzeuge im wahrsten Sinne des Worte erfahren. Aber es gab ja auch Alternativen. Das Rote Kreuz verkaufte Kaffee und andere Getränke. Speisen wurden vom Hofgut Fleckenbühl zubereitet und angeboten. Auch die Stadtjugendpflege bot vieles für die zahlreichen Gäste des ersten Regionaltages Klimaschutz und Mobilität, der von der Region Burgwald-Ederbergland in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Rauschenberg organsiert wurde.

IMG 8946ElekroautosEtwa 1000 Gäste konnten sich bei herrlichem Sonnenschein ein Bild der Leaderprojekte in der Region machen. Herr Prof. Dr. Monheim zeigte in seinem sehr ausführlichen Vortrag auf, welche Potentiale für den ländlichen Raum in der Elektromobilität liegen und welche Alternativen es gibt. Das Theaterstück „Immer den Nordwind nach“ zeigte auf, welche Einsparmöglichkeiten beim Verbrauch von Ressourcen ein jeder von uns hat und richtete sich nicht nur an die kleinen Zuschauer. Der Bürgerbus der Gemeinde Lahntal sowie ein Elektrofahrzeug des Carsharingprojektes Cölbe-Schönstadt waren ebenso zu besichtigen, wie der Stand der Region Burgwald-Ederberglang e.V.. Auch das RepairCafe Cölbe ließ sich beim Reparieren über die Schulter schauen. Viele Rauschenberger Bürger haben ein so großes Interesse an dieser Arbeit bekundet, sodass es vorstellbar ist, auch eine solche Einrichtung in Rauschenberg in Kooperation mit Cölbe auf die Beine zu stellen. Wer sich berufen fühlt hierbei mit zu arbeiten, kann sich gerne an Herrn Jörg Näther im Rathaus unter 06425 923929 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! wenden.

Hurra! – Rauschenberg ist erste Bioenergiestadt Deutschlands

Preisverleihung 2016

Wir dürfen uns ab sofort Bioenergiestadt nennen und das nicht unverdient. Rauschenberg erzeugt heute ca. 18 Millionen KWh Strom durch regenerative Energiequellen wie Wind, Wasser, Biogasanlagen und Photovoltaik. Der Verbrauch lag 2014 aller Haushalte und Gewerbetreibenden bei 12 Millionen KWh. Die Abwärme der Biogasanlagen wird für die Nahwärmesysteme in Josbach, Schwabendorf und der Kernstadt für das Heizen genutzt. Das alles trägt dazu bei, weniger Öl und Gas zu verbrauchen, dem Klimaschutz ein wenig voran zu treiben und Gelder, die sonst nach Russland, Saudi-Arabien, Iran, Irak und viele mehr im Land zu halten und die heimische Wirtschaft zu stärken. Durch den Überschuss an Strom könnte schon heute jeder Rauschenberger seine Benzin- oder Dieselkutsche in ein hochmodernes Elektrofahrzeug klimaneutral umtauschen und mit Ökostrom fahren. Rauschenberg ist damit die erste Stadt in Deutschland, die sich autark mit Wärme und Strom versorgen kann. Auch die Region Burgwald-Ederbergland e.V. unterstützt diese positive Entwicklung Rauschenbergs. Im Rahmen des Regionaltages Klimaschutz und Mobilität der Region Burgwald-Ederbergland in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Rauschenberg wurde die drei BIO-Ernergiegenossenschaften mit dem Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet.  1000 Euro teilen sich nun das „Bioenergiedorf Josbach eG“, „Bioenergiedorf Schwabendorf eG“ und die „Nahwärme Rauschenberg eG“.  Aber wir wären nicht Rauschenberg, wenn wir nicht noch eine kleine Schippe drauflegen würden. In den nächsten Monaten wird der zweite Windpark gebaut und für Bracht liegt ein Plan vor, der weltweit für Aufsehen sorgen wird, sollte er umgesetzt werden – das Sonnenenergiedorf. Rauschenberg beweist wieder einmal, dass es sich nicht verstecken muss, dass wir in der Championsleague der regenerativen Energien vorne mitspielen.

Fürchte nicht die Wohrataler, auch wenn sie Geschenke bringen

IMG 8528Wer erinnert sich nicht gerne an die schöne Zeit während der Stadtrechtefeier zurück. Während der Grenzgänge und dem Festkommers wurde viel gelacht, erzählt und einiges versprochen. Viele Geschenke wurden überreicht. Und wenn man sich auch noch an die Gabe der Wohrataler erinnert, so gab es damals zu dem Bonsai ein Versprechen. Der Bonsai sei nur ein Platzhalter für einen richtigen Baum, der  später noch folgen solle. Er solle die Verbundenheit der Wohrataler mit den Rauschenberger symbolisieren. Nun war es soweit, die Wohrataler lösten Ihre Bringschuld ein. Bewaffnet mit Spaten kam eine kleine Abordnung nach Rauschenberg. Es wurde ein tiefes Loch ausgehoben und eine kleine Winterlinde in die Wohraaue in der Nähe des Lindenhofes gepflanzt. Wir hoffen nun, dass der Baum wächst und gedeiht und zu einem sichtbaren Zeichen der tiefen Freundschaft zwischen den Rauschenbergern und Wohratalern heranwächst. Aber er soll uns auch immer an die wunderschöne 750jahre Stadtrechtfeier in Rauschenberg, die ohne die Freunde aus den Nachbargemeinden unvorstellbar gewesen wäre, erinnern.

Eine Ära geht zu Ende

Armin Koehler Ruhestand

Rauschenbergs dienstältester Bademeister wurde in den wohl verdienten Ruhestand entlassen.  Nach 35 Jahren widmet Armin Köhler sich nun vermehrt seinem professionellen Hobby, dem Fotografieren. Er war schon lange nicht mehr als Bademeister im Schwimmbad zu sehen und dennoch kennt ihn jeder Rauschenberger genau. Er hat noch miterlebet, wie das Schwimmbad seine Folie bekam oder die Solaranlage installiert wurde. Anfänglich arbeitete er bis zu 14 Std täglich im Bad und war mit seiner manchmal sehr unorthodoxen Art für die großen und kleinen Sorgen für alle ansprechbar. Manch Anekdote hat er erleben dürfen und gab die Eine oder Andere  auch während der feierlichen Verabschiedung zum Besten. Wir wünschen Herrn Armin Köhler in seinem (Un-)Ruhestand viele schöne Fotomotive und hoffen ihn weiter als Gast im Freibad begrüßen zu dürfen. 

Die Anzahl der „Stolpersteine“ wächst

Stolperstein1Josbach hatte vor der Machtergreifung 1933 ein lebendiges jüdisches Leben. Familien, die ihr Auskommen als Kaufleute und Händler bestritten, lebten zu mehreren Generationen zusammen. Während der Verlegung von 16 weiteren Stolpersteinen vor den Häusern , in denen einst das jüdische Leben pulsierte, aus deren Fenster und Türen ein Kinderlachen oder auch die Mutter zu hören war, die zum Essen rief, wurden die einstigen Bewohner kurz vorgestellt. Manche hatten das vermeintliche Glück nach Amerika auswandern zu können, fanden dort aber meist keine Arbeit, bekamen kein Fürsorge und konnten nur durch die Unterstützung Ihre Kinder überleben. Die Geschichten der aus Ihrer Heimat vertriebenen älteren Juden liest sich oft gleich. Unvorstellbar, dass nur innerhalb von zwei Jahren Menschen, die stark in das dörfliche Sozialgeflecht eingebunden waren, manchmal sogar ein klein wenig Wohlstand ihr eigen nennen durften, alles verloren. Nicht aus eigenem Antrieb sondern weil sich das politische Klima veränderte. Genau an diese Geschichten und Geschichte sollen die Stolpersteine erinnern und mahnen. 

Stolperstein

Herr Gunter Demnig, Künstler und Initiator der Stolpersteine verlegte diese Fachgerecht im Beisein zahlreicher Bürgerinnen und Bürgern, Herrn  Amnon Orbach, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Marburg, Herrn Kreistagsvorsitzender Detlef Ruffert, Herrn Bürgermeister Michael Emmerich, Vertretern des Magistrates, Vertretern des Ortsbeirates, Frau Pfarrerin Fülling und  Herrn Dohrs. Bekleidet wurde die Veranstaltung musikalisch durch die Gitarrengruppe Josbach.

Bracht – Wir leben zusammen einen Traum

Bracht BioEnergie

Stellen Sie sich vor, es kommt jemand zu Ihnen und erzählt, dass sie nie wieder Öl, Gas, Holz oder Dergleichen verbrennen müssen, um warmes Wasser oder ein warmes Zuhause zu haben. Im Normalfall bitten sie ihn höflichst zu gehen oder rufen den Krankenwagen. Nicht so in Bracht. Hier könnte am 14.09.2016 Geschichte geschrieben worden sein. Während der zweistündigen Präsentation zu den Ergebnissen der Machbarkeitsstudie „Bioenergiedorf Bracht“ durch Herrn Brandt vom Planungsbüro G.u.T, kristallisierte sich heraus, dass hier etwas weltweit Einmaliges geschaffen werden kann. Neben den üblichen Bioenergien wie Hackschnitzel, Stroh oder Holzpellets wurde das Augenmerk auf eine genial einfache aber zugleich ungewöhnliche Lösung für Bracht gelenkt. Bracht kann das erste autarke Sonnenenergiedorf der Welt werden, dass ausschließlich durch Sonnenenergie geheizt wird. Auf einer Fläche zwischen 1 und 2 Ha werden sogenannte thermische Sonnenkollektoren aufgestellt. Die Sonnenenergie wird aufgefangen. Wasser wird erhitzt und in einem 43 Millionen Liter fassenden Behälter in den Monaten März/April bis September/Oktober eingelagert. Die Temperatur beträgt ca. 80°C mit einem Wärmeverlust von ca. 2°C pro Monat. In den Wintermonaten wird dieses Wasser genommen, um in einem ca. 4 km langen Rohleitungssystem Ihr Haus zu beheizen. Die Baukosten betragen stolze 8,8 Millionen Euro. Der Clou, über die Hälfte dieser Kosten kann durch Fördergelder durch den Staat subventioniert werden, sodass die Last pro Hauseigentümer bei 4000 Euro liegt. Zwar ist diese Art des Heizens zurzeit aufgrund des niedrigen Ölpreises etwas teurer, aber wann die weltweiten Märkte mit Ihren Preisen anziehen ist nur eine Frage der Zeit. Bracht wurde mit dieser Lösung ein großer Wurf aufgezeigt, der natürlich auch weltweit für Aufsehen sorgen wird. Das große „Aber“ folgt sogleich. Um diese Lösung auch umsetzen zu können, müssen mindestens 103 Haushalte aus Bracht und Bracht-Siedlung bereit sein, sich daran zu beteiligen. Wenn Sie als Brachter mithelfen wollen Bracht in den Geschichtsbüchern einen Platz einzuräumen, ihnen der Klimaschutz am Herzen liegt oder sowieso eine neue Heizungsanlage benötigen, dann sprechen Sie mit Ihrem Ortsvorsteher.

Rauschenberg hat gewonnen

Q7-etron

170 Städte und Gemeinden sowie Universitäten und andere Einrichtungen des öffentlichen Rechts haben bei der diesjährigen Ausschreibung des hessischen Wirtschaftsministeriums „eKommunal“ teilgenommen. Und Rauschenberg hat gewonnen. Die Verwaltung darf 14 Tage lang unentgeltlich Elektromobilität testen. Hierfür wurde den Vertretern der Stadt von Audi Deutschland und dem hessischen Wirtschaftsministerium der hybridbetriebene Audi Q7 etron zur Verfügung gestellt. Neben dem üblichen Dieselaggregat verfügt dieses Fahrzeug über ein Elektromotor, der eine Reichweite von 80 Km aufweist und für die täglichen Dienstfahrten mehr als ausreichend ist. Das Fahrzeug kann sowohl im reinen Elektromodus als auch nur über den Dieselmotor angetrieben werden. Auch ist es durch die intelligente Elektronik möglich, beide Antriebsformen zugleich zu nutzen.  Wer möchte, kann sich das Fahrzeug im Rahmen  des Regionaltages am 25.09.2016 ab 11 Uhr an der Kratz’schen Scheune anschauen. Hier werden auch andere Fahrzeuge, von e-Bikes bis zu Elektroautos verschiedener Hersteller, die zum Teil auch getestet werden können, vorgestellt. Für die Probefahrten wird die Bahnhofstraße in Höhe Kratz’sche Scheune an diesem Tag  gesperrt.  Das Wirtschaftsministerium und die Autohersteller möchten durch die Aktion „eKommunal“ erreichen, dass die Elektromobilität bei Behörden aber auch in der Bevölkerung stärkere Akzeptanz erfährt.