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„Rücksicht macht Wege breit“

Aktion der „Radstörche Ernsthausen“ wirbt für ein Miteinander von Radfahrern und Landwirten bei der Nutzung der Feldwege

Ruechsicht macht Wege breit webGuido Hammer, selbst engagierter Freizeit-Radler bei den „Radstörchen“ im Rauschenberger Stadtteil Ernsthausen, hat es miterlebt: als er einen Landwirt auf dem Schlepper bei einer Fahrt über einen schmalen Feldweg begleitete, sahen sie sich plötzlich mit einer Gruppe Radfahrer konfrontiert, die mit Worten und Gesten deutlich ihren Unmut bekundeten. Dass diese Reaktion keinen Einzelfall darstellt, kann Heinrich Hahn, Ortslandwirt von Ernsthausen, bestätigen: „Dabei sind die Landwirte auf die Wege angewiesen, um zu ihren Feldern und Wiesen zu kommen und dort ihre zeitgebundene Arbeit verrichten zu können“, wirbt Heinrich Hahn um Verständnis. Dies fehlt offenbar manchem Radfahrer, ein Defizit, das sich nicht nur auf die Region um Ernsthausen beschränkt, sondern laut Heinrich Hahn inzwischen leider vielerorts zum Alltagsgeschehen gehört.

Klaus Halba und Michael Linker haben deshalb mit den „Radstörchen Ernsthausen“ und in Absprache und mit Unterstützung durch den Ortsbeirat Ernsthausen, den Ortslandwirt, die Jagdgenossen und die Stadt Rauschenberg die Aktion „Rücksicht macht Wege breit“ ins Leben gerufen. „Wir möchten Radfahrer und Landwirte für einen rücksichtsvollen, fairen Umgang miteinander sensibilisieren“, erläutert Klaus Halba bei der offiziellen Vorstellung der Initiative am 20. Juli 2020 das Ziel. Dazu haben die „Radstörche“ in den vergangenen Wochen rund um Ernsthausen mit von der Stadt gelieferter Farbe im wahrsten Sinne des Wortes Zeichen gesetzt und entsprechende Markierungen auf die Rad- und Wirtschaftswege aufgebracht: Der Schrifzug „Rücksicht macht Wege breit“, kombiniert mit Piktogrammen eines Fahrrades und eines Traktors, wirbt für mehr gegenseitiges Verständnis bei der gemeinsamen Nutzung der Feldwege.

„Die Landwirte werden immer weniger, während die Rad fahrende Freizeitgesellschaft immer mehr zunimmt“ schildert Heinrich Hahn seine Sicht der Dinge. „Wenn dann beide sich auf einem Weg mit drei Metern Breite begegnen, wo schon der Schlepper oder Mähdrescher den ganzen Weg einnimmt, geht es nur mit gegenseitiger Rücksichtnahme“. Deshalb möchte der Ortslandwirt die Aktion der „Radstörche“ mit dem Aufstellen einer Info-Tafel am Feld- und Radweg bei Ernsthausen unterstützen und die Bürgerinnen und Bürger auf die Probleme der gemeinsamen Nutzung von Feld- und Radwegen aufmerksam machen.

Für Rauschenbergs 1. Stadtrat Manfred Günther, der den urlaubsbedingt verhinderten Bürgermeister Michael Emmerich vertrat, zeigt die private Eigeninitiative, dass der gemeinschaftliche Bürgersinn hier nach wie vor intakt ist. Wie hoch die Bedeutung gerade dieser Aktion einzuschätzen ist, könne man nicht zuletzt daOrtslandwirt Ernsthausen webran ablesen, dass sich in Deutschland auf gemeinsam benutzten Feldwegen schon schwere Unfälle mit Beteiligung von Radfahrern und landwirtschaftlichen Fahrzeugen ereignet haben.

(Bild:Heinrich Hahn, Ortslandwirt von Ernsthausen, vor der neu aufgestellten Info-Tafel)