11. Irrlichter am Schlo├čberg

11. Irrlichter am Schloßberg

Ein Rauschenberger, der abends von Sindersfeld herkam, ging, da er im oberen Stadtteil wohnte, den Weg unter der Ruine vorbei.

Da sah er hinter den Fensterhöhlen des Schlosses Licht. Er hätte zu gerne gewußt, wer da oben in den Türmen wohnte. Daher stieg er, wenn auch mit geheimer Furcht, zum Schloß hinauf. Die Lichter waren noch da. Als er aber an die Stelle kam, an der man in die Ruine hineinsehen kann, da flohen alle Lichter hinweg. Einige fuhren in die Tiefe und verloren sich im Schloßkeller, andere schossen in Blitzesschnelle an ihm vorbei und hüpften dann in Richtung Schwabendorf und Wolfskaute den Abhang hinunter. Wieder andere fuhren nach dem Hof Zettrichshausen zu, wo man sie noch kurze Zeit sah.

Beim Schlosse aber war es wieder dunkel geworden. Der Bursche ging zur Stadt hinunter, ohne das ihm weiter etwas geschah.