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Grußwort des Bürgermeisters

Bürgermeister Michael Emmerich

 

Liebe Internetnutzer, ich heiße Sie herzlich Willkommen auf den Seiten der Stadt Rauschenberg, der Familienstadt mit Herz. Weiter

Solardorf Bracht in den Startlöchern

Bürgerversammlung informierte zahlreiche Brachter über die Umsetzung des Energieprojektes

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Herr Bgm EmmerichBracht, 26. Juni 2017 Auf Einladung des Arbeitskreises Solardorf-Bracht kamen zahlreiche Bürgerinnen und Bürger am Montagabend in die Mehrzweckhalle Bracht. Bürgermeister Emmerich, der bereits in seiner   Zeit   als   Ortsvorsteher   ein   Nahwärmeprojekt   befördert   hat,

begrüßte die Anwesenden mit einem Vortrag über die Notwendigkeit der Entwicklung alternativer Energieformen. Er hob, ebenso wie die folgenden Redner, die Verantwortung hervor, die wir alle gegenüber den nachfolgenden Generationen haben. Dies betrifft insbesondere den Erhalt unserer Umwelt und die Ressourcenschonung.

 

 

 

Holzimporte sind keine Lösung

Herr Dr ClementHerr Clement vom Fachdienst Klimaschutz und Erneuerbare Energien betonte, dass Öl eigentlich viel zu wertvoll sei, um verbrannt zu werden.

Durch die Ölverbrennung wird Kohlendioxid frei, dass vorher im Erdöl gebunden war und das sich nicht einfach zurückverwandeln lasst. Bei der Holzverbrennung wird ebenfalls CO2 frei, das aber durch Aufforstung wieder  gebunden  werden  kann.  Bei  der  Solarenergie  dagegen  wird

keinerlei CO2 freigesetzt, da hierbei nur ein Teil der ohnehin im Überfluss vorhandenen Sonneneinstrahlung abgezweigt wird.

Auch sei die immerhin klimaneutrale Nutzung von Brennholz keine Option für die Gesamtversorgung, da es dazu einfach zu wenig Holz in Deutschland gebe. Im Endeffekt werde dann Holz importiert, wodurch die Urwälder im Osten Europas nachhaltig geschädigt  würden.  Das Ganze würde auf Dauer weder ökologisch noch preiswert zu haben sein. Herr Clement beglückwünschte die Brachter zu ihrem mutigen Entschluss, sich als Pioniere in Sachen Nutzung der Sonnenenergie einzulassen.

 

Nahwärme kann erfolgreich umgesetzt werden

Herr HenkelHerr Henkel, der Vorsitzende der Energiegenossenschaft in Oberrosphe berichtete, wie dort die Idee einer Nahwärmeversorgung durch Holzhackschnitzelverbrennung    Gestalt  gewann,  umgesetzt  wurde und mittlerweile erfolgreich ihr zehnjähriges Jubiläum feiern kann. Immer wieder kam er im Lauf des

Abends darauf zu sprechen, dass Kosten für die Brennholzbeschaffung, Kosten für die Beseitigung der Asche, Kosten für Rauch- und Staubfilteranlagen und Emissionen von CO2 in Bracht später entfallen würden. Herr Henkel beschrieb die Vorteile der Genossenschaftsform im Vergleich zu einer Lösung mit einem oder mehreren Investoren. Die Genossenschaften sind unabhängig (außer der Mitgliedschaft im Genossenschaftsverband, wodurch die Rechtssicherheit gegeben ist). Sie sind nicht profitorientiert und alle Gewinne werden wieder an die Mitglieder ausgeschüttet. Insbesondere haftet jeder Genossenschaftler nur mit seinem einmaligen Anteil, es muss also niemals nachgezahlt werden. Alle arbeiten ehrenamtlich und erzielen keinen persönlichen Gewinn. In Oberrosphe wurden relativ neue Ölheizungsanlagen von der Genossenschaft aufgekauft. Auf Nachfrage aus dem Publikum versicherten die Mitglieder des Arbeitskreises, diese Lösung in Betracht  zu ziehen.

 

Welche Kosten kommen auf mich zu?

Herr Schütze vom Arbeitskreis Solarenergie erläuterte daraufhin, wie sich der Ölpreis in den vergangenen Jahrzehnten entwickelt hat und dass bei langfristiger Betrachtung in Zukunft ein deutlich höherer Preis zu erwarten sei. Wie Beispiele aus Skandinavien zeigen, kann Sonnenenergie durchaus die Wärmeversorgung auch im kältesten Winter übernehmen. Nach  der Machbarkeitsstudie würde die im Sommer gewonnene Wärme in den geplanten Speichern geschichtet werden und die angeschlossenen Haushalte im Winter sicher mit Wärme versorgen. Es wäre noch reichlich Restwärme im Speicher vorhanden, wenn die Aufheizphase schon längst wieder begonnen hätte.

Im Moment geht der Arbeitskreis davon aus, dass die angeschlossenen Haushalte einen einmaligen Genossenschaftsbetrag von 5000 bis 6.000 Euro zahlen. Dazu kommen dann ein Grundpreis von 119€ pro Jahr und ein Wärmeabnahmepreis von 10,8 Cent pro Kilowattstunde. All diese Werte sind aber noch nicht verbindlich festgelegt und können erst dann genau beziffert werden, wenn die Genossenschaft gegründet wird. Auf die Mitglieder kommen weiterhin noch die Kosten für Rückbau der Altanlagen, Anschluss an die Übergabestation und den hydraulischen Abgleich der Heizung zu.

Im Haus werden weiterhin die bewährten Heizkörper verwendet und außer den Arbeiten im Keller muss nichts verändert werden.

Baldige Absichtserklärungen nötig

Schließlich schilderte Herr Aillaud, ebenfalls vom Arbeitskreis, wie sich nach Vorstellung der Machbarkeitsstudie diese Gruppe gefunden und im letzten halben Jahr die Voraussetzungen für die Gründung einer Genossenschaft ausgelotet hat. Da diese Anlage erstmalig in Deutschland in dieser Größenordnung umgesetzt würde, gibt es berechtigte Hoffnung auf finanzielle Unterstützung durch das Land Hessen. Dazu muss eine Projektskizze vorgelegt werden und es ist die vorläufige Zusage von 103 Haushalten in Bracht und Bracht-Siedlung nötig.

Viele Bürger haben bereits am Informationsabend die Absichtserklärung unterschrieben. Damit der Antrag zügig gestellt werden kann, ist es notwendig, dass die Absichtserklärung weiterer anschlusswilliger Bürger baldmöglichst bei einem der Arbeitskreismitglieder abgegeben wird. (Z.B. beim Ortsvorsteher)

Die Formulare und weitere Informationen findet man im Internet auf

http://www.solarwaerme-bracht.de oder bei jedem Mitglied des Arbeitskreises.