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Grußwort des Bürgermeisters

Bürgermeister Michael Emmerich

 

Liebe Internetnutzer, ich heiße Sie herzlich Willkommen auf den Seiten der Stadt Rauschenberg, der Familienstadt mit Herz. Weiter

Josbach hat seine ersten „Stolpersteine“

 

Seit Montag „stolpert“ man in Josbach zwar nicht mit den Füßen, wohl aber mit den Augen. Denn die kleinen glänzenden Messingplatten fallen im Gehweg zwischen dem grauen Asphalt durchaus auf. Sie erinnern nun an Männer, Frauen und Kinder, die während der Nazidiktatur in Josbach lebten und unter ihr besonders zu leiden hatten, einige bis zum Tod. 13 „Stolpersteine“ mit ihren Namen, Geburtstag und ihrem Schicksal wurden von dem Kölner Künstler Gunter Demnig nun an vier Stationen verlegt; weitere werden folgen.

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Ein Arbeitskreis hatte die Verlegung über einen längeren Zeitraum vorbereitet und z.T. die Daten in Archiven recherchiert und sich über das Internet um Kontakte mit überlebenden Josbachern oder ihren Nachkommen in den USA oder in Argentinien bemüht. Hilfreich waren auch die Erinnerungen von älteren Dorfbewohnern. Von Anfang an unterstützte die Stadt Rauschenberg das Anliegen und stellte einen Förderantrag, so dass gemeinsam mit den Spenden aus dem Ort die Finanzierung des Gedenkprojekts sichergestellt werden konnte.

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Bürgermeister Michael Emmerich begrüßte die Anwesenden am Montagmorgen zur Verlegung der Gedenksteine. Die Gitarrengruppe begleitete die Veranstaltung musikalisch. Eigens für diesen Anlass hatte Regina Schade ein Lied geschrieben. „Stolpersteine sind zum Stolpern da, wir wollen nicht vergessen was geschah. Es darf nie mehr passieren, dass unsre Herzen einfrieren. Solpersteine sagen zum Leben „Ja“.So lautet eine der Liedzeilen – und so könnte man auch die Absicht derjenigen beschreiben, die sich für die Verlegung dieser besonderen Gedenksteine in Josbach eingesetzt haben. Zu jedem Menschen, für den Gunter Demnig einen Stein verlegte, wurden einige Angaben zum Lebenslauf verlesen, eine Kerze entzündet und – soweit vorhanden – auch ein Foto aufgestellt. So bekamen die Namen an diesem Tag auch ein Gesicht. Zwölf „Stolpersteine“ wurden für Mitglieder jüdischer Familien verlegt. Ein Stolperstein gilt der Erinnerung an eine Frau, die 1936 zwangssterilisiert wurde. Die meisten Stolpersteine befinden sich in der Alten Heerstraße und können mit einem kleinen Spaziergang bequem erlaufen werden.

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Die Verlegung der noch ausstehenden Steine ist für den Sommer 2016 geplant. Patenschaften für einzelne „Stolpersteine“ sind immer noch möglich.

Spenden (auf das Konto der Stadt Rauschenberg) sind weiterhin sehr willkommen und können steuerlich abgesetzt werden.

Bankverbindung: VR-Bank Hessenland eG, IBAN DE56 5309 3200 0006 4267 35, BIC GENODE51ALS oder Sparkasse Marburg-Biedenkopf, IBAN DE31 5335 0000 0072 0008 62, BIC HELADEF1MAR

Verwendungszweck: Stolpersteine Josbach