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Grußwort des Bürgermeisters

Bürgermeister Michael Emmerich

 

Liebe Internetnutzer, ich heiße Sie herzlich Willkommen auf den Seiten der Stadt Rauschenberg, der Familienstadt mit Herz. Weiter

Rauschenberger Kunst – ein großer Erfolg

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Nachdem im Vergangenen Jahr der hessische Tag der Nachhaltigkeit u.a. mit einer kleinen Ausstellung begangen wurde, fand diesmal eine „echte“ Kunstausstellung statt. Viele Besucher fanden an diesem Wochenende Ihren Weg zur Rauschenberger Kunst und waren begeistert.

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Gleich im Eingangsbereich thronte das neue Modell des Rauschenberger Schosses. Mit viel Liebe zum Detail, einer fundierten Recherchearbeit und etlichen Stunden in der heimischen Werkstatt wurde das Holzmodell hergestellt. Man war verwundert, wie eng es auf dem Schlossberg zuging, mochte sich nicht vorstellen, wie die Menschen in manch kalter Winternacht bei Kienspannlicht in den Teils mit kleinen Fenstern versehenen Räumen eng an eng zusammengekauert auf den Frühling warteten. Im gleichen Zeitraum waren im herrschaftlichen Gebäude die wunderbar verzierten Kachelöfen angeheizt und große mit Glas versehene Fenster ließen die paar winterlichen Sonnenstrahlen hinein. Reichte diese Lichtquelle nicht aus, so wurden Kerzen angezündet und verliehen den Räumen so einen eigenen Glanz. Kachelfunde von den Kachelöfen, die auch an diesem Wochenende zu sehen waren, belegten welch Reichtum in dem Schloss geherrscht haben musste. Die Vertreter des „IG Schloßberg“ standen dem interessierten großen und kleinen Besucher mit kleinen Anekdoten aber auch mit manch fundierten historischen Fachgespräch zur Seite – Oder hätten Sie gewusst, dass die Sage vom Tunnel an die Wambach mit all den Schätzen einen wahren Kern hat. Aber nun nicht gleich zum Spaten greifen. Schätze gibt es nicht und auch keinen Tunnel. Einer der Burgherren verlustierte sich mit der Müllers Tochter und die Burgherren mussten Alimente zahlen. So ging mancher „Schatz“  an die Wambach. Da dies aber eher im Geheimen geschah wurde der Tunnel über die Jahre hinzugedichtet. Das Wissen darum kann man in alten Kassenbüchern nachlesen. Wer Spaß an solchen Detektivgeschichten hat und sich für die Geschichte Rauschenbergs interessiert, die IG Schloßberg (http://www.ig-schlossberg.de) sucht noch interessierte Mitstreiter.

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Das Thema Märchen und Sagen wurde auch von den jüngsten Rauschenberger Künstlern aufgegriffen. Für das generationsübergreifende Projekt „Sagenhaftes Rauschenberg“ malten die Grundschüler der dritten Klasse der Grundschule Rauschenberg ihre Interpretationen von Rauschenberger Sagen. So kamen  20 Zeichnungen zusammen, die an einer Leine aufgehängt, zum Lesen verweilen einlud. Die Märchen und Sagen sowie das jeweilige Bild werden nun auf DIN A3 große Tafeln gebracht und im Laufe des nächsten Jahres im gesamten Kernstadtbereich verteilt. Durch einen zusätzlichen sogenannten QR-Code auf den Tafeln kann man sich durch moderne internetfähigen Smartphones  oder Tablet-Computern Zusatz-Informationen abrufen. Um die nächste Tafel zu finden, werden kleine Rätselfragen bzw. Geocachangaben auf den Tafeln hinterlegt, sodass ein zusätzlicher Spielanreiz geboten wird.

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Der 82 jährige Bildhauer und Architekt  Karl Wegmann nahm sich schon frühzeitig dem Thema Kunst und Spiel an. Seine Holzplastiken, die u.a. auch in einer Dauerausstellung im Finanzamt Marburg und der Kinderklinik auf dem Lahnbergen zu  bewundern sind, laden durch das Zusammenspiel des warmen Holzes und der Farbigkeit zum Anfassen und Benutzen ein. Dieser Aufforderungscharakter ist vom Künstler gewollt. So konnte man gerade bei kleinen Kindern beobachten, wie sie zielstrebig auf verschiedene Kunstobjekte zusteuerten, sich darauf setzten oder mit diesen spielten. Manch Mama oder Papa rutschte dabei das Herz in die Hose und konnten aber gleich beruhigt werden. “Das soll so sein“ und „das Kind darf das“. Der Bezug zu Rauschenberg wurde durch einen Teil der Balken hergestellt. Einen Teil der Kunstwerke stammen von Balken aus Rauschenberger Fachwerkhäusern aus dem 14 Jahrhundert. Herr Wegmann und Frau Wegmann waren an beiden Tagen vor Ort und standen zu Gesprächen bereit. Eine große Ehre wurde der Stadt zu teil. Vier der Kunstobjekte wurden als Dauerleihgabe der Stadt überlassen. Zwei dieser Holzplastiken sind ab sofort im Eingangsbereich des Rathauses zu bewundern. Ein zusätzliches Kunstwerk, ein Pferd, befindet sich in der Kratz’schen Scheune.

 Während ihres Aufenthaltes in Frankreich, wo sie gemeinsam mit Ihrem Mann wohnte und lebte, entwickelte Frau Dr. Anne Hoerder ihre Liebe zur selbstgemachten Kunst. Einen kleinen Einblick in diese Kunstwelt von Wilden Kerlen, Sphinx und Teufel sowie so manchen zum Tier gewordenen Menschen oder aber auch zum Mensch gewordenen Tier konnte man sich verschaffen. Durch mehrere Ringbücher mit Fotografien der zum Teil in Frankreich verbliebenen Kunstwerke, konnte sich ein jeder einen Einblick in diese Welt, der durch Kreativität und Schaffenskraft strotzende Künstlerin, verschaffen. Frau Hoerder wohnt und arbeitet gemeinsam mit Ihrem Mann  seit über vier Jahren in Rauschenberg und fühlt sich hier auch als Rauschenbergerin.

Der große Tenor bei Besuchern, Machern und Künstlern:“ Ein tolles Erlebnis, so etwas müssen wir auf jeden Fall wiederholen.“